Beim diesjährigen 30-jährigen Jubiläum der Deutschen Meisterschaft auf der ‚Langen Strecke‘ für die Masterschwimmer im thüringischen Gera gewann unsere erfolgreichste Masterschwimmerin Bärbel Hundsdörfer über 200 m Brust in der AK 50 mit der fantastischen Zeit von 3:05,47 die Goldmedaille und sicherte sich somit den Titel.

Mit dieser starken Leistung stelle Hundsdörfer einmal mehr unter Beweis, dass sie nach wie vor zur Spitze der deutschen Brustschwimmerinnen auf den 200 m gehört. Und so war ihre in Gera erschwommene Zeit gleichzeitig auch die drittschnellste, die jemals in Deutschland in der AK 50 über diese Strecke auf der 50 m Bahn geschwommen wurde.

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Motiviert über ihr gutes Abschneiden mit dem Abschluss der AK 45, einem 8. Platz über die 200 Brust auf der „Kurzbahn“ in der Ewigen Bestenliste Europas (somit allen, die in dieser AK jemals in Europa diese Strecke belegten), wollte sie beweisen, dass auch mit der nun neuen AK 50 mit ihr zu rechnen ist.

Auf die Nachfrage, wie ein solcher Erfolg zu schaffen sei, hob Hundsdörfer vor allem zwei Dinge hervor:

„Das Rennen lief perfekt, die Einteilung war optimal – angegangen mit einer 1:31,37 lag ich nach 100 m noch knapp hinter meiner stärksten Konkurrentin, doch die anschließenden zweiten 100 m in 1:34,10 ließen mich das Rennen deutlich für mich entscheiden. Mein monatelanges Brustschwimm-Training mit sehr vielen harten Einheiten genau über diese Strecke auf der 50 m Bahn kam mir hier sehr zu Gute.

Und damit wären wir bereits beim zweiten Grund – der Erfolg basiert auf „Eigenregie“. Meine Programme stelle ich mir selbst zusammen, sehr speziell für diese 200 m Brust und schwimme dann diese eigenen Pläne im Training einzig „gegen die Uhr“. Dazu kommt, dass ich seit Anfang 2013 außer der Freibadsaison jeden Sonntag nach Bonn auf die 50 m Bahn trainieren fahre. Dafür bin ich extra dem SSF Bonn zusätzlich beigetreten und nutze hier die freien Bahnen außerhalb deren Vereinstraining. Das letzte Vierteljahr kamen dann noch weitere Einheiten unter der Woche in Bonn hinzu, um einfach die Länge der 50-m Bahn im Griff zu haben und unseren widrigen Trainingsbedingungen auszuweichen. Weitere viele Einheiten trainierte ich in der Öffentlichkeit, also jenen beiden Bahnen im Beatusbad, die alle nutzen dürfen. Eben auch, um gezielt auf diese 200 m Bruststrecke mit meinen eigenen Trainingsplänen vorbereitet zu sein.“
Natürlich gratulieren wir Bärbel Hundsdörfer zu diesem tollen sportlichen Erfolg.